Faschismus
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Henning Eichberg verfasste ca. 1968-1970 sechs sogenannte Revoltesongs. Diese Lieder sollten nicht nur das „nationalrevolutionäre Kernthema“, neuer Nationalismus als Gegenreaktion auf die beiden Supermächte, darstellen, sondern spornten in einem heterogenen rechten Milieu zur Gewalt an.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Revolutionärer Nationalismus und Aufruf zur Gewalt: Die „Revoltesongs“ von Henning Eichberg; T. Sievers, Anpassersong, in: Roland Brehm (hg.) Lied auf Schallplatte, Protestlieder, Ausgeführt von Roland Brehm und Karl-Heinz Weigelt, (München: Bundesleitung der Jungen Nationaldemokraten). Süddänische Universitätsbibliothek (Nachlass).
Deutsch-deutsche Kontakte vor 1989/90. Die Nationalistische Front und ihre Vernetzung in die DDR
(2026)
Die Nationalistische Front (NF) veröffentlichte 1985 in ihrer Publikation Klartext einen Artikel über den Besuch von „Kameraden“ in der DDR. Er ist eines der seltenen Zeugnisse für eine deutsch-deutsche Vernetzung im Neonazi-Spektrum vor dem Mauerfall.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Nachrichten aus der Szene. Berlin, in: Klartext 5 (1985), Nr. 16, o.S.
Mit dem Siegburger Manifest verabschiedeten die 1983 gegründeten Republikaner ihr zweites Programm. Es zeichnete sich besonders durch eine verstärkte neurechte Ideologisierung und Personalisierung unter dem neuen Vorsitzenden Franz Schönhuber aus.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Die Republikaner (REP), Das Siegburger Manifest, verabschiedet auf dem Bundesparteitag am 16. Juni 1985 in Siegburg/Bonn, verantwortlich: H. Neubauer (München), Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Nachlass Franz Schönhuber, 83.
Versuche zur Sammlung. Der „Allgemeine Kongreß nationaler deutscher Jugendverbände“ in Köln 1955
(2026)
Mitte der 1950er-Jahre schließen sich verschiedene rechtsextreme und völkische Jugendgruppen aus Deutschland und Österreich zum Kameradschaftsring Nationaler Jugendverbände (KNJ) zusammen, um gemeinsam eine größere Wirkung zu entfalten.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Vorbereitungsausschuß für die Gründung eines Dachverbandes nat[ionaler] Jugendverbände: An alle nationalen Jugendverbände und -Gruppen, Köln Lindenthal, 14. Dezember 1954, Archiv der deutschen Jugendbewegung Burg Ludwigstein (AdJB), Sammlung „Junge Bünde“, Nr. 22.
Das Urteil gegen den Bundesbürger Herbert Kühn ist Ausdruck der Instrumentalisierung der DDR-Justiz im Ost-West-Konflikt, wirft aber auch ein Schlaglicht auf die Betätigung deutscher Rechtsextremisten in den 1960er-Jahren in Südtirol, die bis in die DDR reichten.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Urteil des Obersten Gerichts gegen den Terroristen Kühn, 1 Zst (I) 1/64, 26.2.1964, abgedruckt in: Neue Justiz 18 (1964), H. 6, S. 175–180.
Erich Kern (alias Erich Johann Kernmayr) kritisiert den Wandel der Sexualnormen um 1970 als erfolgreiche Strategie der Neuen Linken, Sexualität als Mittel im Klassenkampf zu nutzen. Deren Ziel sei es, die Gesellschaftsordnung zu zerstören.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Erich Kern [Pseudonym von Erich Johann Kernmayr], Sex als Sprengstoff gegen die Gesellschaft. Die politische Manipulation mit der Pubertät, in: Deutsche Wochen-Zeitung, Nr. 3, 16.1.1970, S. 5.
Am 7. November 1970 schießt der Berliner Neonazi Ekkehard Weil auf den sowjetischen Wachsoldaten Ivan Shcherbak. Ein Bekennerschreiben markiert die Tat als Auftakt zum organisierten Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Bekennerschreiben der Europäischen Befreiungsfront (Faksimile), in: Berliner Extra-Dienst, Nr. 13/V vom 17. Februar 1971 (Sammlung Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien Potsdam).
Gertraude Winkelvoß, eine der profiliertesten Nationaldemokratinnen der Anfangszeit der Partei, fordert mehr Handlungsmacht für Frauen in der männlich dominierten extremen Rechten. Ihr Brief an den NPD-Landesvorsitzenden Adolf von Thadden zeigt dies eindrücklich.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Brief von Gertraude Winkelvoß an Adolf von Thadden, o.O. 9.2.1967 (Hervorhebungen im Original), Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Hannover, Kleine Erwerbungen, Nr. 39 (alte Signatur: A6, Nr. 3).
Im Deutschlandrat versammelten sich 1983 die bedeutendsten Exponenten der Neuen Rechten Deutschlands. Sie wollten als selbsternannte Pressure-Group Einfluss auf die Politik der Bundesrepublik nehmen, wofür sie im Dezember eine Erklärung veröffentlichten.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Erklärung des Deutschlandrats vom Dezember 1983, in: Das Freie Forum. Mitteilungsblatt der Gesellschaft für freie Publizistik e.V. 24 (1984), H. 1, S. 1.
In einem Leserbrief fordert die 20-jährige Studentin Thora Ruth 1973 eine zeitgemäße Kommunikationsstrategie für die äußerste Rechte: Das politische Vokabular müsse sich verändern, um völkisches Denken in möglichst vielen Köpfen zu verankern.
Kommentar zur Quelle: Quelle: Thora Ruth, Die besseren Argumente, in: La Plata Ruf / La Voz del Plata. Unabhängige Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur 6 (September 1973), Nr. 65, S. 25 (DISS-Archiv, Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung).
