@misc{Templin2021, author = {Templin, Christina}, title = {Psychiatriegeschichte als Horrordrama. Die Netflix-Serie „Ratched" und die Grenzen des Wahnsinns}, series = {Dossier: Streaming history. Ein Dossier {\"u}ber Geschichtsinszenierungen und serielles Erz{\"a}hlen}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeitgeschichte online}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2509}, year = {2021}, abstract = {Im Jahr 1948 an der K{\"u}ste Kaliforniens. Die selbst ernannte Krankenschwester Mildred Ratched erschleicht sich einen Posten im Lucia State Hospital, einer psychiatrischen Anstalt, in die ihr Bruder Edmund Tolleson in K{\"u}rze eingeliefert werden soll. Ihre Mission: Aus Schuldgef{\"u}hlen will sie Edmund, der mehrere Priester massakriert hat und {\"u}ber dessen Schuldf{\"a}higkeit der vision{\"a}re Leiter der Anstalt entscheiden soll, vor der Todesstrafe retten und geht dabei im wahrsten Sinne des Wortes {\"u}ber Leichen. Was auf den ersten Blick als bloße Familiengeschichte anmutet, entpuppt sich auf den zweiten Blick als komplex erz{\"a}hlte Gesellschaftsgeschichte. Die im September 2020 in Deutschland ausgestrahlte Serie „Ratched", von Evan Romansky und Ryan Murphy konzipiert und von Netflix produziert, ist mehr als die Geschichte eines lang getrennten Geschwisterpaares, das von traumatischen Kindheitserfahrungen heimgesucht wird. Als „Horrordrama" setzt sie sich am Beispiel ihrer monstr{\"o}sen Hauptfiguren und der Psychiatrie als zentralem Handlungsort in acht Folgen mit den Normen der US-amerikanischen Nachkriegsgesellschaft auseinander und interessiert sich f{\"u}r deren Konzeptionen von Krankheit, Gesundheit und Geschlecht. Auf diese Weise verdichten sich in dem von „Ratched" aufgespannten gesellschaftsgeschichtlichen Panorama psychiatrie- und geschlechtergeschichtliche Perspektiven.}, language = {de} }