@article{Scharf2022, author = {Scharf, Michaela}, title = {Filmen als Selbstbehauptung. Ellen Illichs Familienfilme im Kontext nationalsozialistischer Verfolgung}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {19}, number = {1}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2403}, pages = {170 -- 185}, year = {2022}, abstract = {Ein 16mm-Film, aufgenommen im Fr{\"u}hsommer 1941. Familie und Hausangestellte haben sich im Garten der Villa Regenstreif im 18. Wiener Gemeindebezirk versammelt. Die Anwesenden sind festlich gekleidet, sie plaudern und scherzen beim Nachmittagskaffee. Fr{\"o}hliche Stimmung herrscht auch in den darauffolgenden Aufnahmen eines gemeinsamen Essens. Dann ein harter Schnitt: Ein Lastwagen, bepackt mit Koffern, f{\"a}hrt ab. Die drei S{\"o}hne der Familie sitzen auf der Ladefl{\"a}che, sie winken der Kamera entgegen. Daraufhin sieht man die beiden j{\"u}ngeren Buben in Anzug und Krawatte - sie treten auf der Terrasse drei unbekannten Personen gegen{\"u}ber. Dem Mann, von dessen Jackettkragen das NSDAP-Abzeichen blitzt, sch{\"u}tteln sie h{\"o}flich die Hand und {\"u}berreichen ihm ein K{\"o}rbchen. Darin befinden sich die Schl{\"u}ssel zur Villa Regenstreif. Mit ihrer {\"U}bergabe wird die Enteignung durch die Nationalsozialisten und die Vertreibung der Familie aus dem Elternhaus endg{\"u}ltig vollzogen - und zwar vor laufender Kamera.}, language = {de} }