@misc{M{\"u}ller2021, author = {M{\"u}ller, Lars}, title = {Raub von Raubgut?. Die unfreiwillige R{\"u}ckgabe von Tsantsas in den 1970ern}, series = {Dossier: Restitution und Postkolonialismus. Zeitgeschichtliche Perspektiven auf die Debatten der Gegenwart}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeitgeschichte online}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2220}, year = {2021}, abstract = {Im Juni 2020 nahm Emery Mwazulu Diyabanza einen aus dem Tschad stammenden h{\"o}lzernen Grabpfosten aus dem 19. Jahrhundert und versuchte hiermit das Museum zu verlassen. Er rechtfertigte seine Tat, dass er gestohlenes Eigentum zur{\"u}ckfordere. Im Oktober verurteilte ein Gericht ihn wegen Diebstahl zu einer Geldstrafe. Der aus dem Kongo stammende Diyabanza dokumentierte die Aktion auf youtube und leistete hiermit einen Beitrag f{\"u}r die aktuelle Debatte um Restitution von Objekten, die in kolonialen Kontexten erworben wurden. „Wem geh{\"o}rt Kulturgut?" - Diese Frage wird in den letzten Jahren verst{\"a}rkt diskutiert. Die Aufmerksamkeit f{\"u}r koloniale Sammlungen wird dabei durch Forderungen aus den sogenannten Herkunftsl{\"a}ndern oder Interventionen wie dem Sarr/Savoy-Bericht best{\"a}rkt. Sie trifft auf eine Diskussion um Deutschlands koloniale Vergangenheit, die sich derzeit vor allem an Forderungen der Herero und Nama, an Straßennamen, am Humboldt Forum oder an Diskussionen um Rassismus festmacht. In der aktuellen Debatte wird dabei oft {\"u}bersehen, dass bereits vor einigen Jahrzehnten intensive Debatten um postkoloniale Restitution gef{\"u}hrt wurden. Ziel dieses Beitrages ist es, diese Fragen an einem historischen Beispiel zu untersuchen und verschiedene Perspektiven auf die Frage, wem Kulturgut geh{\"o}rt, aufzuzeigen.}, language = {de} }