@misc{Schulz2019, author = {Schulz, Sarah}, title = {Unreife Jugend oder antidemokratische Verfassungstradition?. ​​​​​​​Der Aufstieg der NSDAP in Ernst Fraenkels Buch {\"u}ber den „Doppelstaat" und im SRP (Sozialistische Reichspartei)-Verbotsurteil des Bundesverfassungsgerichts}, series = {Dossier: Zeitgeschichte der Rechten. Neue Arbeiten zu einem jungen Forschungsfeld}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeitgeschichte online}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2174}, year = {2019}, abstract = {Nationalistische und rassistische Organisationen haben in der Bundesrepublik Tradition. Das gleiche gilt f{\"u}r den gesellschaftlichen Umgang mit ihnen. (Neo)nazistische Organisationen und die gesellschaftlichen Reaktionen darauf k{\"o}nnen folglich auch aus einer historischen Perspektive betrachtet werden. Das m{\"u}ssen sie sogar, nimmt man das heute so selbstverst{\"a}ndlich scheinende „Nie wieder!" der „wehrhaften Demokratie" beim Wort. Denn was sollte sich eigentlich nicht mehr wiederholen: der Zweite Weltkrieg, die antisemitische Vernichtungspolitik oder die Abschaffung der Weimarer Demokratie durch die NSDAP? Befreit man den Imperativ des „Nie wieders" von den geschichtspolitischen Mythen, die ihn seit jeher umranken, ist ein n{\"u}chterner Blick auf die Konjunkturen gesellschaftlicher (Nicht-)Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus gewonnen. Dieser Blick bringt nicht nur mehr historische Klarheit, sondern stellt auch die Instrumente der „wehrhaften Demokratie" auf den Pr{\"u}fstand: Wer {\"u}berpr{\"u}ft wen auf ‚Verfassungstreue' und mit welchen Mitteln? Zum historischen Blick geh{\"o}rt also auch eine politikwissenschaftliche Perspektive. Denn der Schutz der bundesrepublikanischen Demokratie h{\"a}ngt davon ab, was oder wer als Ursache f{\"u}r das Scheitern der Weimarer Demokratie ausgemacht wird.}, language = {de} }