@article{Wildt2004, author = {Wildt, Michael}, title = {Charisma und Volksgemeinschaft}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {1}, number = {1}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2089}, pages = {101 -- 105}, year = {2004}, abstract = {Zu den in der Geschichtswissenschaft gel{\"a}ufigen Aussagen geh{\"o}rt, dass Hitler ein charismatischer Politiker gewesen sei - allerdings verbirgt sich dahinter, trotz des stets selbstverst{\"a}ndlichen Bezugs auf Max Weber, h{\"a}ufig nicht mehr als eine Umschreibung des d{\"a}monischen Verf{\"u}hrers, dem die Massen willenlos, als bloße Opfer, erlegen seien. Hans-Ulrich Wehler hingegen nimmt Webers Forderung ernst, Charisma nicht als g{\"o}ttliche Gnadengabe, sondern als soziale Beziehung zu untersuchen. Damit r{\"u}cken weniger die Propaganda und Inszenierung des Charismatikers als vielmehr die Erwartungen und Hoffnungen derjenigen, die an Hitler geglaubt und das NS-Regime unterst{\"u}tzt haben, in den Mittelpunkt - anders als Wehlers Kritiker Ludolf Herbst annimmt, der Charisma unverdrossen f{\"u}r eine Propagandatechnik h{\"a}lt. Was bislang eher Ausgangs{\"u}berlegung denn durchgehaltene Reflexionsebene blieb, wird nun bei Wehler zum roten Faden der Darstellung.}, language = {de} }