@misc{Kreft2020, author = {Kreft, Anika}, title = {Zwischen Raubgut, Fremddarstellungen und menschlichen {\"U}berresten. Sammlungsstrategien und sensible Objekte}, series = {Themendossier: Bildethik. Zum Umgang mit Bildern im Internet}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Visual History}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2056}, year = {2020}, abstract = {Viele Aborigines und Torres-Strait-Insulaner*innen vermeiden Darstellungen von k{\"u}rzlich Verstorbenen in Filmen oder auf Fotos sowie die Nennung ihrer Namen. Dies gilt als schmerzhaft und respektlos den Angeh{\"o}rigen gegen{\"u}ber und k{\"o}nnte den {\"U}bergangsprozess des Toten ins Jenseits st{\"o}ren. Ob und wie lange diese Vermeidungsgebote bis hin zu Darstellungs- und Nennungsverboten angewandt werden, ist abh{\"a}ngig von den unterschiedlichen Communities der First Australians sowie individuellen ethischen Vorstellungen von Angeh{\"o}rigen. Das australische Nationalarchiv entschied sich bei der digitalen Pr{\"a}sentation seiner Film- und Fotosammlung f{\"u}r den oben erw{\"a}hnten Warnhinweis - um der Verletzung von Gef{\"u}hlen vorzubeugen und Respekt gegen{\"u}ber den kulturellen Werten der Aborigines und Torres-Strait-Insulaner*innen auszudr{\"u}cken. Die Abbildungen von verstorbenen First Australians w{\"u}rden einige Wissenschaftler*innen als „kulturell sensibel" bezeichnen. Wie gehen andere Archive, Museen, Universit{\"a}ten und weitere Institutionen mit sensiblen Bildern und Objekten in ihren Sammlungen um? Was sind Problemfelder und L{\"o}sungsans{\"a}tze? Transparenz und Partizipation sind zwei zentrale Stichworte hinsichtlich des Umgangs mit sensiblen Objekten in Sammlungen.}, language = {de} }