@article{Janeke2008, author = {Janeke, Kristiane}, title = {„Nicht gelehrter sollen die Besucher eine Ausstellung verlassen, sondern gewitzter". Historiker zwischen Theorie und Praxis}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {4}, number = {1-2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1912}, pages = {189 -- 199}, year = {2008}, abstract = {Historische Ausstellungen und Museen gelten als typische Arbeitsfelder f{\"u}r Historiker. In der Tat ist eine geschichtswissenschaftliche Grundausbildung eine gute Voraussetzung, doch reicht sie aus, um eine gute historische Ausstellung zu entwickeln? Was macht {\"u}berhaupt eine gute Ausstellung aus? Hier kommt neben der wissenschaftlichen Arbeit die praktische Umsetzung ins Spiel - ein Aspekt, der bei der Beurteilung von Ausstellungen oft vergessen wird. Dabei geht es nicht um die Entscheidung zwischen Oberfl{\"a}chlichkeit und Tiefgang, zwischen Inszenierung und Originalobjekten oder zwischen Eventkultur und Bildungsangebot. Vielmehr geht es darum, sich der sprachlichen Unsch{\"a}rfen sowie der Vermischung von Begriffen wie Geschichte, Museum, Ausstellung, Erinnerung, Ged{\"a}chtnis auf der einen und Event, Erlebnis, Management, Unterhaltung auf der anderen Seite bewusst zu werden. Erst dann n{\"a}mlich steht die Qualit{\"a}t einer Ausstellung zur Debatte, nicht die G{\"u}te der wissenschaftlichen Leistung. Anders ausgedr{\"u}ckt: Eine Ausstellung zu realisieren erfordert mehr als die wissenschaftliche Basis der Fachdisziplin, in unserem Fall der Geschichtswissenschaft. Hier geht es darum, (aktuelle) Bezugspunkte f{\"u}r die Besucher zu schaffen, ein Konzept zu entwickeln, das Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes (be)greifbar macht. Es ist der dreidimensionale Raum, in dem sich das Konzept bew{\"a}hren muss, in dem Geschichte gestaltet werden will. Dazu geh{\"o}ren auch und vor allem die Objekte - die im Geschichtsstudium nicht oder nur am Rande behandelt werden. Hinzu kommt die praktische Durchf{\"u}hrung des Vorhabens, die Planung und Organisation von Arbeitsabl{\"a}ufen, die Vermittlung sowie die Finanzierung. Und sp{\"a}testens hier sieht sich der Historiker vor Aufgaben gestellt, auf die ihn sein Studium in den seltensten F{\"a}llen vorbereitet hat.}, language = {de} }