@article{K{\"u}hling2009, author = {K{\"u}hling, Gerd}, title = {Schullandheim oder Forschungsst{\"a}tte? Die Auseinandersetzung um ein Dokumentationszentrum im Haus der Wannsee-Konferenz (1966/67)}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {5}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1866}, pages = {211 -- 235}, year = {2009}, abstract = {Waren die Publikationen des Historikers und Auschwitz-{\"U}berlebenden Joseph Wulf umstritten, so war es auch seine Initiative f{\"u}r die Errichtung eines „Internationalen Dokumentationszentrums zur Erforschung des Nationalsozialismus und seiner Folgeerscheinungen" in West-Berlin. Insbesondere der vorgesehene Standort im Haus der Wannsee-Konferenz von 1942 wurde 1966/67 {\"u}ber die Grenzen der Bundesrepublik hinaus kontrovers diskutiert. Ein symptomatischer Teil dieses Streits war der erbitterte Briefwechsel zwischen Wulf und dem Berliner Propst Heinrich Gr{\"u}ber. Beide waren Verfolgte und Gegner des Nationalsozialismus gewesen, vertraten 1966/67 aber kontr{\"a}re Positionen; Gr{\"u}ber setzte sich daf{\"u}r ein, die Wannsee-Villa weiterhin als Schullandheim zu nutzen. Der Aufsatz beschreibt den pers{\"o}nlichen Konflikt und interpretiert ihn vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen und politischen Umgangs mit dem Nationalsozialismus Mitte der 1960er-Jahre. Die Haltung zu historischen Orten wie dem Haus der Wannsee-Konferenz war damals eine grunds{\"a}tzlich andere als heute.}, language = {de} }