@article{ClassenGroßmannKramp2011, author = {Classen, Christoph and Großmann, Thomas and Kramp, Leif}, title = {Zeitgeschichte ohne Bild und Ton? Probleme der Rundfunk-{\"U}berlieferung und die Initiative „Audiovisuelles Erbe"}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {8}, number = {1}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1668}, pages = {130 -- 140}, year = {2011}, abstract = {Noch immer wird Zeithistorikern gelegentlich nachgesagt, sie h{\"a}tten ein gest{\"o}rtes Verh{\"a}ltnis zu den modernen audiovisuellen Medien, und in der Tat hat die Disziplin erst mit einiger Verz{\"o}gerung auf deren Ausbreitung reagiert. Dies galt lange f{\"u}r die Massenmedien ganz allgemein, deren Quellenwert aus der Perspektive einer klassischen, staatszentrierten Politikgeschichte {\"a}ußerst begrenzt erschien. Aber auch die Wendung hin zur Gesellschaft, zur Erfahrungs- und Erinnerungsgeschichte hat zun{\"a}chst {\"u}berraschenderweise kaum dazu gef{\"u}hrt, dass die Pr{\"a}senz von Medien im Alltag in diesen Ans{\"a}tzen besondere Ber{\"u}cksichtigung gefunden h{\"a}tte. Zwar ist diese traditionelle Zur{\"u}ckhaltung - von einigen Residuen abgesehen - inzwischen erodiert: „Mediengeschichte" hat sich als Subdisziplin innerhalb der Zeitgeschichte etabliert. Aber jenseits eines Verst{\"a}ndnisses als Spartengeschichte verbreitet sich erst sehr langsam die Erkenntnis, dass die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts generell nicht mehr angemessen geschrieben werden kann, ohne die ubiquit{\"a}re Verbreitung und Rezeption der Massenmedien zu ber{\"u}cksichtigen. Das gilt keineswegs nur f{\"u}r die sozial- und erfahrungsgeschichtliche Dimension des Mediengebrauchs. Wenn sich, um nur ein Beispiel zu nennen, die Darstellungsseite von Politik bereits seit geraumer Zeit maßgeblich in popul{\"a}ren Medien wie dem Fernsehen vollzieht und Repr{\"a}sentationen und Wahrnehmungen mit dem politischen Prozess r{\"u}ckgekoppelt sind, dann muss auch die Politikgeschichtsschreibung diesem Umstand Rechnung tragen.}, language = {de} }