@article{Schmidt-Rost2011, author = {Schmidt-Rost, Christian}, title = {Heiße Rhythmen im Kalten Krieg. Swing und Jazz h{\"o}ren in der SBZ/DDR und der VR Polen (1945-1970)}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {8}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1660}, pages = {217 -- 238}, year = {2011}, abstract = {Der Aufsatz geht der Frage nach, wie H{\"o}rerinnen und H{\"o}rer in der SBZ/DDR und in Polen {\"u}ber Radio, Schallplatten und Live-Musik Zugang zu Jazzmusik erhielten. In beiden Gesellschaften entwickelte sich die Jazzszene in einem charakteristischen Spannungsfeld: Einerseits bezeichneten die sozialistischen Regime Jazz mit Beginn des Kalten Kriegs als „amerikanisch-imperialistische Musik" und versuchten den „Jazztumult" aus dem {\"o}ffentlichen Raum und dem Rundfunk zu verdr{\"a}ngen. Andererseits war es mit Hilfe pers{\"o}nlicher Kontakte zu Menschen im Westen sowie vermittelt {\"u}ber die Programme der US Information Agency weiterhin m{\"o}glich, sich Zugang zu Jazzmusik zu verschaffen. Der Vergleich der DDR mit Polen zeigt dabei, dass sich die bis dahin {\"a}hnlichen Kulturpolitiken beider Staaten ab 1956 wesentlich unterschieden. Polen {\"o}ffnete sich f{\"u}r Jazz und unterst{\"u}tzte zum Teil die Szene wie auch die Musiker; an den Konzerteinnahmen verdienten die Kulturfunktion{\"a}re mit. In der DDR agierte das Regime dem Jazz gegen{\"u}ber zun{\"a}chst weiter ablehnend, bis der Beat zum neuen musikalischen Feindbild avancierte.}, language = {de} }