@article{Steller2011, author = {Steller, Verena}, title = {Zwischen Geheimnis und {\"O}ffentlichkeit. Die Pariser Friedensverhandlungen 1919 und die Krise der universalen Diplomatie}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {8}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1647}, pages = {350 -- 372}, year = {2011}, abstract = {Zu den Voraussetzungen der ‚alten' Diplomatie im 19. Jahrhundert geh{\"o}rte eine gemeinsame, universal verst{\"a}ndliche und verl{\"a}ssliche Formen- und Zeichensprache. Durch den Ersten Weltkrieg geriet die Diplomatie in eine Vertrauens- und Legitimationskrise, machte die {\"O}ffentlichkeit doch diplomatische Geheimverhandlungen f{\"u}r den Krieg verantwortlich. Der amerikanische Pr{\"a}sident Wilson forderte deshalb eine transparentere New Diplomacy. Das Austarieren von Geheimnis und (Medien-){\"O}ffentlichkeit war nun Teil eines fundamentalen Wandlungsprozesses der ‚alten' Diplomatie. Mit kulturgeschichtlichem Zugriff geht der Aufsatz diesem Wandel nach. Untersucht werden die Pariser Friedenskonferenz von 1919 und speziell die beiden Begegnungen zwischen alliierter und deutscher Delegation bei der {\"U}bergabe und Unterzeichnung des Friedensvertrags in Versailles. Anhand dieser Szenen wird diskutiert, wie die gemeinsame Sprache zwischen Diplomaten verloren ging, welche langfristigen Faktoren daf{\"u}r verantwortlich waren und wie der Krieg als Katalysator f{\"u}r tiefgreifende Ver{\"a}nderungen wirkte.}, language = {de} }