@article{Rehling2011, author = {Rehling, Andrea}, title = {Universalismen und Partikularismen im Widerstreit. Zur Genese des UNESCO-Welterbes}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {8}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1644}, pages = {414 -- 436}, year = {2011}, abstract = {Der Beitrag untersucht die Genese des Weltkultur- und Naturerbes der UNESCO im breiteren Kontext der Auseinandersetzungen um eine Neujustierung der internationalen Ordnung in den 1960er- und 1970er-Jahren. Die politischen Debatten um die Definition und Auswahl eines „Erbes der Menschheit" dienen als analytische Sonde, um Ver{\"a}nderungen im Verh{\"a}ltnis von Partikularismus und Universalismus auszuloten. Anhand exemplarischer Konfliktf{\"a}lle wird gezeigt, dass sich das Kultur- und Naturverst{\"a}ndnis zwischen 1950 und 1980 gravierend ver{\"a}nderte, so dass zwei konkurrierende Rationalit{\"a}ten in das Welterbeprogramm eingingen. Zudem werden die Erwartungen analysiert, die sich an die neue Governance-Institution und ihren weltweiten Anspruch richteten. Aus beiden Aspekten l{\"a}sst sich die ungleiche regionale Verteilung der Welterbest{\"a}tten und das bis heute unausgewogene Verh{\"a}ltnis von Kultur- und Naturerbest{\"a}tten erkl{\"a}ren. Der Aufsatz leistet damit auch einen Beitrag zur Historischen Semantik der Begriffe „Kultur", „Natur" und „Erbe" im 20. Jahrhundert.}, language = {de} }