@article{Sabrow2013, author = {Sabrow, Martin}, title = {Der f{\"u}hrende Repr{\"a}sentant. Erich Honecker in generationsbiographischer Perspektive}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {10}, number = {1}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1560}, pages = {61 -- 88}, year = {2013}, abstract = {Die Lebensgeschichte des SED-Chefs Erich Honecker (1912-1994) gilt gemeinhin als reizlos. N{\"a}heres biographisches Interesse hat bislang vor allem die Frage erweckt, weshalb ein so „mittelm{\"a}ßiger" Parteifunktion{\"a}r sich {\"u}ber 18 Jahre lang in der DDR an der Macht halten konnte. Der Beitrag versucht zu zeigen, dass ein klassischer individualbiographischer Zugang dem Ph{\"a}nomen des „blassen Diktators" Honecker nicht gerecht wird. Erst in einer milieu- und generationsgeschichtlichen Perspektive wird die biographische Bindungskraft des Herrschaftsstils fassbar, den Honecker als Repr{\"a}sentant der j{\"u}ngsten Kohorte der ostdeutschen Gr{\"u}ndergeneration entwickelte. Die f{\"u}r ihn charakteristische Verbindung von Starrheit und Elastizit{\"a}t trieb zun{\"a}chst den {\"U}bergang der kommunistischen Herrschaft in ihre auf bloße Machtsicherung bedachte Verallt{\"a}glichungsphase voran; sp{\"a}ter beschleunigte sie den Untergang dieses Systems.}, language = {de} }