@article{Kuhr-Korolev2013, author = {Kuhr-Korolev, Corinna}, title = {„Gerechtigkeit oder Gleichmacherei?". Die Debatte um die Privilegien der sowjetischen Parteielite 1986-1991}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {10}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1532}, pages = {264 -- 282}, year = {2013}, abstract = {Welches Maß an Gleichheit muss eine sozialistische Gesellschaft garantieren, und wie viel Ungleichheit ben{\"o}tigt sie, um nicht in Stagnation zu versinken? Solche Fragen besch{\"a}ftigten die sowjetischen B{\"u}rger nicht erst seit der perestrojka, aber in dieser Phase wurde der von der Kommunistischen Partei vorgegebene Diskursrahmen erweitert und schließlich gesprengt. Die Privilegien der Nomenklatura boten das Feld, auf dem {\"u}ber Ungleichheit und Verteilungsgerechtigkeit gestritten wurde. Briefe von B{\"u}rgern an die Deputierten des Obersten Sowjets aus den Jahren 1989/90, die in diesem Aufsatz erstmals n{\"a}her erschlossen werden, geben Einblick in unterschiedliche Positionen. Deutlich wird, dass nicht die Prinzipien der Verteilung als ungerecht galten (Leistungen f{\"u}r Staat und Gesellschaft als prim{\"a}res Kriterium), aber ihre Ergebnisse. Ausgehend von Fragen sozialer Gerechtigkeit erweiterte sich die Debatte um Fragen politischer Gerechtigkeit; sie m{\"u}ndete in eine grundlegende Kritik an der Parteiherrschaft und beschleunigte den Zusammenbruch der bisherigen Ordnung.}, language = {de} }