@article{Stehrenberger2015, author = {Stehrenberger, C{\´e}cile Stephanie}, title = {Systeme und Organisationen unter Stress. Zur Geschichte der sozialwissenschaftlichen Katastrophenforschung (1949-1979)}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {11}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1473}, pages = {406 -- 424}, year = {2015}, abstract = {Wie reagieren Menschen auf Katastrophen? Wie lassen sich Bev{\"o}lkerungen in Extremsituationen f{\"u}hren? Mit diesen Fragen besch{\"a}ftigten sich in den 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren mehrere US-amerikanische, teilweise durch die Armee finanzierte Forschungsgruppen. Sie waren interdisziplin{\"a}r zusammengesetzt, aber mehrheitlich soziologisch ausgerichtet. Innerhalb wie außerhalb der USA studierten sie das Stressverhalten von Individuen und Gruppen in Tornados, eingeschneiten Autobahnrastst{\"a}tten und »racial riots« sowie erg{\"a}nzend in Laborsimulationen. Anhand zeitgen{\"o}ssischer Publikationen und interner Akten werden in diesem Aufsatz die Erkenntnisinteressen und Untersuchungsfelder der sozialwissenschaftlichen Katastrophenforschung, ihre Befunde und deren Nutzung dargestellt. Die T{\"a}tigkeit der Wissenschaftler/innen stand im Kontext des Kalten Kriegs und eines sich verschiebenden Gefahrensinns. Dabei ließen sich die Forscher/innen keineswegs vollst{\"a}ndig politisch vereinnahmen, sondern verfolgten durchaus eigene Interessen und gaben mitunter Antworten, die den Intentionen der Auftraggeber zuwiderliefen.}, language = {de} }