@article{Graf2015, author = {Graf, R{\"u}diger}, title = {»Heuristics and Biases« als Quelle und Vorstellung. Verhaltens{\"o}konomische Forschung in der Zeitgeschichte}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {12}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1432}, pages = {511 -- 519}, year = {2015}, abstract = {In seiner Geschichte der j{\"u}ngsten Vergangenheit Amerikas, die 2011 unter dem Titel »Age of Fracture« erschien, begreift der Historiker Daniel T. Rodgers die wirtschaftlichen Ver{\"a}nderungen, die sich seit den 1970er-Jahren vollzogen, in ideengeschichtlicher Perspektive als »Wiederentdeckung des Marktes«. Paradoxerweise sei die Idee und Rhetorik des Marktes, als eines abstrakten und dekontextualisierten Prinzips, das auf eine Vielzahl menschlicher Lebensbereiche angewendet werden k{\"o}nne, gerade zu dem Zeitpunkt popul{\"a}r geworden, als allenthalben Marktversagen zu beobachten gewesen sei.[1] Die entscheidende Ver{\"a}nderung der letzten Jahrzehnte, die sich im Bereich der akademischen Wirtschaftswissenschaften vollzogen habe, fasst Rodgers als »an effort to turn away from macroeconomics' aggregate categories and try to rethink economics altogether from microeconomic principles outward«.[2] Mit der Erkl{\"a}rung makro{\"o}konomischer Ph{\"a}nomene auf der Basis mikro{\"o}konomischen Verhaltens sei zugleich versucht worden, immer weitere Gesellschaftsbereiche {\"u}ber die Prinzipien individueller Nutzenmaximierung zu erkl{\"a}ren.}, language = {de} }