@article{Karla2016, author = {Karla, Anna}, title = {Westeuropas Wiederaufbau - Made in Germany? Baumaterial aus Deutschland im Versailler Vertrag}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {13}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1384}, pages = {426 -- 441}, year = {2016}, abstract = {Die Geschichtsschreibung der Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg handelt bislang vor allem von Geld. Dieser Aufsatz pl{\"a}diert daf{\"u}r, auch die Sachlieferungen als einen wesentlichen Bestandteil des Versailler Vertrags zu interpretieren. Exemplarisch wird erprobt, wie sich theoretische {\"U}berlegungen zur sozialen Dimension von Dingen auf die Geschichte des Versailler Vertrags und seiner Folgen anwenden lassen. Anhand der zeitgen{\"o}ssischen Diskussionen {\"u}ber geplante Lieferungen von Baumaterial nach Nordfrankreich l{\"a}sst sich nachvollziehen, dass man auf deutscher Seite mit diesen Reparationsleistungen durchaus Erwartungen verkn{\"u}pfte: Aus Sicht der Politik sollten Sachlieferungen dazu beitragen, die Gesamtsumme der Reparationen zu mindern. Findige Unternehmen hofften schon 1919 auf eintr{\"a}gliche Gesch{\"a}fte, etwa durch den Verkauf von Fertigh{\"a}usern. Auch die Baugewerkschaften setzten auf neue M{\"o}glichkeiten f{\"u}r »deutsche Arbeiter und deutsches Material«. Selbst wenn die Lieferung in die Aufbaugebiete Nordfrankreichs in der Praxis begrenzt blieb, er{\"o}ffnen die damit verbundenen Debatten neue Perspektiven auf die Geschichte des Nachkriegs.}, language = {de} }