@article{Rudloff2018, author = {Rudloff, Wilfried}, title = {Eind{\"a}mmung und Persistenz. Gewalt in der westdeutschen Heimerziehung und famili{\"a}re Gewalt gegen Kinder}, journal = {Zeithistorische Forschungen}, volume = {15}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok.4.1182}, pages = {250 -- 276}, year = {2018}, abstract = {Gewalt in der Erziehung ist eine zentrale Untersuchungsebene, will man die Gewaltpotentiale einer Gesellschaft ergr{\"u}nden. Der Aufsatz beleuchtet zun{\"a}chst die Bem{\"u}hungen zur historischen Aufarbeitung der Missst{\"a}nde und Missbrauchstatbest{\"a}nde in der bundesdeutschen Heimerziehung: Welche Gewaltpraktiken waren hier anzutreffen, welche Erkl{\"a}rungsmuster wurden entwickelt, und welche Wandlungen sind seit den 1970er-Jahren eingetreten? Wer die Heimerziehung unter dem Gesichtspunkt der Gewaltabkehr beleuchten will, muss besonders auf die Nachfolgejahrzehnte schauen, in denen die Hilfen zur Erziehung grundlegend reformiert worden sind. Ein Blick auf die familiale Erziehungspraxis zeigt sodann, dass die Heimerziehung in puncto Gewalterfahrungen kein Sonderverh{\"a}ltnis darstellte. W{\"a}hrend durch institutionelles und normatives Gegensteuern seit den 1970er-Jahren versucht wurde, der Gewalt in der Heimerziehung den N{\"a}hrboden zu entziehen, bedurfte es f{\"u}r eine Abkehr von familialen Gewaltpraktiken in der Mehrheitsgesellschaft eines sehr viel l{\"a}ngeren Wandlungsprozesses. Er ist in Deutschland auch mit der gesetzlichen {\"A}chtung der k{\"o}rperlichen Z{\"u}chtigung im Jahr 2000 noch nicht abgeschlossen.}, language = {de} }