@incollection{Lemke2016, author = {Lemke, Michael}, title = {Einleitung (aus: Vor der Mauer. Berlin in der Ost-West-Konkurrenz 1948 bis 1961)}, booktitle = {Vor der Mauer. Berlin in der Ost-West-Konkurrenz 1948 bis 1961}, editor = {Lemke, Michael}, publisher = {B{\"o}hlau}, address = {K{\"o}ln}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF)}, pages = {11 -- 27}, year = {2016}, abstract = {„Berlin, die Insel der Freiheit", m{\"u}sse „politisch und wirtschaftlich so widerstands- und leistungsf{\"a}hig gemacht werden", dass es als „Vorort der freien Welt" auf den Osten Berlins ausstrahle. Nichts geschehe im Westteil der Stadt, was im Sowjetsektor nicht verglichen und gewertet w{\"u}rde, bemerkte der Regierende B{\"u}rgermeister Walther Schreiber (CDU) im April 1954. Nur wenige Monate sp{\"a}ter formulierte der ostsektorale Magistrat wie folgt: In Berlin „existieren auf engstem Raum zwei Ordnungen nebeneinander. Die Menschen haben t{\"a}glich unmittelbare Vergleichsm{\"o}glichkeiten. Vom demokratischen Sektor muß daher eine magnetische Kraft ausstrahlen, daß alle Werkt{\"a}tigen Berlins diesem Beispiel echter Demokratie zu folgen bereit sind." Kaum einen Zeitgenossen des Jahrzehnts nach der politischen Spaltung Berlins im Jahre 1948 {\"u}berraschten diese im Kern sehr {\"a}hnlichen Aussagen, obwohl hinter ihnen einander diametral entgegengesetzte gesellschaftliche Ordnungen und politische Interessen standen. Beide Teile Berlins trennte und verband ein allgemeines Ph{\"a}nomen: der Konflikt zwischen dem parlamentarischen, rechtsstaatlich verfassten liberalen Westen und der {\"o}stlichen kommunistischen Diktatur nach sowjetischem Muster.}, language = {de} }