@article{G{\"o}tz2016, author = {G{\"o}tz, Roland}, title = {Vom privatisierten Staat zum verstaatlichten Markt? Eigentum in der Sowjetunion und in Russland}, journal = {Osteuropa}, volume = {63}, number = {H. 5-6}, pages = {315 -- 332}, year = {2016}, abstract = {In der Sowjetunion bestand eine hierarchisch strukturierte Planwirtschaft mit Staatseigentum nur auf dem Papier. Daneben und mit ihr verkn{\"u}pft gab es ausgedehnte Zweige der Untergrundwirtschaft und informelle Beziehungsnetzwerke. Die „roten Manager" hatten sich die Betriebe jedoch nicht angeeignet. Erst in der Perestrojka begann die Privatisierung des Staatsverm{\"o}gens, das vor allem an Insider aus den Betrieben ging. Anfang der 1990er Jahre sollte mit Hilfe der Gutscheinprivatisierung das ganze Volk zu Eigent{\"u}mern der Betriebe gemacht werden. Doch erneut setzten sich Privilegierte mit guten Kontakten zur B{\"u}rokratie durch. Die Vertreter großer Kapitalgruppen, die als „Oligarchen" ber{\"u}chtigt wurden, kauften sich zu Vorzugspreisen in Großunternehmen ein. Das Staatsverm{\"o}gen wurde rasch und weitgehend, wenn auch {\"a}ußerst ungleich verteilt. Nur im Energie- und R{\"u}stungssektor wurde die Privatisierung gestoppt. Der volle Schutz des Privateigentums steht noch aus, denn die Machtstrukturen verfolgen viele kleine und mittlere Unternehmen mit falschen Anschuldigungen.}, language = {de} }