@article{Thießen2016, author = {Thießen, Malte}, title = {Infizierte Gesellschaften: Sozial- und Kulturgeschichte von Seuchen}, journal = {Aus Politik und Zeitgeschichte}, volume = {65}, number = {H. 20-21}, pages = {11 -- 18}, year = {2016}, abstract = {Seuchen sind die sozialsten aller Krankheiten. Sie treffen ganze Gesellschaften, sch{\"u}ren kollektive {\"A}ngste und versch{\"a}rfen soziale Spannungen. Das Beklagen von „Impfmuffeln" nach Masernausbr{\"u}chen oder Schlagzeilen zu Ebola als „Gefahr f{\"u}r den Weltfrieden" sind f{\"u}r die gesellschaftliche Tragweite von Seuchen nur zwei aktuelle Beispiele. Diese soziale Dimension macht die Seuchengeschichte relevant. Sie dient den Geistes- und Kulturwissenschaften als Seismograf des Sozialen, mit dem die Tektonik von Gesellschaften und ihre Verwerfungen sichtbar werden. An der Wahrnehmung und Bek{\"a}mpfung von Seuchen l{\"a}sst sich den Aushandlungen sozialer Normen, Hierarchien und Ordnungsvorstellungen im historischen Wandel nachsp{\"u}ren.}, language = {de} }