@incollection{LengwilerMadar{\´a}sz2016, author = {Lengwiler, Martin and Madar{\´a}sz, Jeannette}, title = {Pr{\"a}ventionsgeschichte als Kulturgeschichte der Gesundheitspolitik}, booktitle = {Das pr{\"a}ventive Selbst. Eine Kulturgeschichte moderner Gesundheitspolitik}, editor = {Lengwiler, Martin and Madar{\´a}sz, Jeannette}, publisher = {Transcript Verlag}, address = {Bielefeld}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF)}, pages = {11 -- 28}, year = {2016}, abstract = {1983, auf dem H{\"o}hepunkt des Kalten Krieges, {\"a}ußerte sich die britische Sozialanthropologin Mary Douglas in ironischer Zuspitzung zur Risikowahrnehmung der amerikanischen Bev{\"o}lkerung: „What are Americans afraid of? - Nothing much really, except the food they eat, the water they drink, the air they breathe [...]." (Douglas 1983: 10) In einer Zeit, die vom Wettr{\"u}sten, einer schlechten Wirtschaftslage und horrenden Staatsdefiziten gepr{\"a}gt war, drehten sich die Alltagssorgen Amerikas nicht um die großen politischen und wirtschaftlichen Krisen der Zeit, sondern um banale Ern{\"a}hrungs- und Trinkgewohnheiten. Zweierlei ist bemerkenswert am Kommentar von Douglas. Er verweist einerseits auf die Allt{\"a}glichkeit moderner Risikovorstellungen und der damit verbundenen Pr{\"a}ventionspraktiken. In der Tat haben gesundheitspolitische Popularisierungen und pathologisierende Formen der Zivilisationskritik in vielen westlichen L{\"a}ndern dazu gef{\"u}hrt, dass im 19. und 20. Jahrhundert {\"u}berlieferte Formen des Essens und Trinkens problematisiert, aufgebrochen und zum Gegenstand eines gesundheitsorientierten Pr{\"a}ventionsdiskurses gemacht wurden.}, language = {de} }