@incollection{Hockerts2016, author = {Hockerts, Hans G{\"u}nter}, title = {Vorsorge und F{\"u}rsorge. Soziale Sicherung in den Gr{\"u}nderjahren der Bundesrepublik}, booktitle = {Weichenstellungen im Arbeits- und Sozialrecht der Bundesrepublik. Diktatorische Vergangenheit und demokratische Pr{\"a}gung}, publisher = {Dokumentations- und Forschungsstelle „Justiz und Nationalsozialismus" an der Justizakademie des Landes NRW und Dokumentations- und Forschungsstelle der Sozialversicherungstr{\"a}ger}, address = {Recklinghausen}, organization = {Nordrhein-Westfalen. Justizministerium}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF)}, pages = {135 -- 150}, year = {2016}, abstract = {In Marktwirtschaften tragen die Unternehmen nur einen Teil der Kosten des Produktionsfaktors „Arbeit". Sie entlohnen zwar die im Betrieb geleistete Arbeit, kommen jedoch nicht ohne weiteres f{\"u}r die Sicherung derer auf, die arbeitslos sind oder wegen Krankheit, Invalidit{\"a}t oder hohen Alters vor{\"u}bergehend oder auf Dauer nicht erwerbst{\"a}tig sind. Die betriebliche Kostenrechnung ist daher - wenn man die Betrachtung idealtypisch zuspitzt - von einem erheblichen Teil der sozialen Kosten des Produktionsfaktors „Arbeit" entlastet. Mit anderen Worten: Die betrieblichen Entscheidungen sind nicht unmittelbar an gesamtwirtschaftlich oder gesamtgesellschaftlich definierte Aufgaben und Ziele gebunden; sie k{\"o}nnen sich vielmehr strikt an Rationalit{\"a}tskriterien eigener Art orientieren, vor allem an Kriterien der Rentabilit{\"a}t. Diese „Externalisierung von Kosten der freien Verf{\"u}gbarkeit des Produktionsfaktors Arbeit im freien Arbeitsvertrag" (M. Rainer Lepsius) tr{\"a}gt zu der hohen Anpassungselastizit{\"a}t und Innovationsf{\"a}higkeit der marktwirtschaftlichen Produktionsweise bei. Sie verlangt aber zugleich nach Institutionen der sozialen Sicherung, die die ausgelagerten Kosten auffangen.}, language = {de} }