@incollection{Conze2016, author = {Conze, Eckart}, title = {Abschied von Staat und Politik? {\"U}berlegungen zur Geschichte der internationalen Politik}, booktitle = {Geschichte der internationalen Beziehungen. Erneuerung und Erweiterung einer historischen Disziplin}, editor = {Conze, Eckart and Lappenk{\"u}per, Ulrich and M{\"u}ller, Guido}, publisher = {B{\"o}hlau}, address = {K{\"o}ln}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF)}, pages = {15 -- 44}, year = {2016}, abstract = {Innerhalb der deutschen Geschichtswissenschaft hatte es Politikgeschichte - ein {\"u}beraus schillernder, selten genau bestimmter Begriff - seit Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre schwer. Politikhistoriker genannt zu werden, am besten noch mit dem Etikett „neorankeanisch" versehen, war eine Brandmarke, gleichbedeutend mit den Attributen konservativ, traditionell, positivistisch oder ereignisgeschichtlich, entscheidungs- und handlungsfixiert, um nur einige zu nennen. Gesellschaftshistoriker waren demgegen{\"u}ber - zumindest sahen sie selbst das so - progressiv, emanzipatorisch, aufkl{\"a}rerisch, theoriebewusst, Struktur- und prozessorientiert. Man mag dieses Schwarz-Weiß-Bild f{\"u}r Schnee von gestern halten, f{\"u}r oberfl{\"a}chlich politisch oder ganz einfach f{\"u}r unseri{\"o}s. Doch es hat f{\"u}r rund zwei Jahrzehnte seine Wirkung entfaltet, die vor allem darin bestand, dass das Denken in schlichten Lagerkategorien die interne Dialogf{\"a}higkeit der deutschen Geschichtswissenschaft zerst{\"o}rte und zur Herausbildung und weitgehend unverbundenen Koexistenz zweier historiographischer Kulturen f{\"u}hrte.}, language = {de} }