@article{Staab2016, author = {Staab, Philipp}, title = {Metamorphosen der Fabriksozialisation. Zur Produktion des Arbeiters in Vergangenheit und Gegenwart}, journal = {Mittelweg 36}, volume = {23}, number = {H. 6}, pages = {4 -- 27}, year = {2016}, abstract = {Kaum ein Thema besch{\"a}ftigt Soziologie wie {\"O}ffentlichkeit in der Bundesrepublik derzeit so nachhaltig wie die »Explosion der Ungleichheit«. Lebenschancen gelten im Zeichen der Expansion des Niedriglohnsektors, prek{\"a}rer Besch{\"a}ftigung, prospektiver Altersarmut und geringer sozialer Mobilit{\"a}talsgef{\"a}hrdet. Unterschiedliche Gr{\"u}nde werden f{\"u}r die Versch{\"a}rfung der Ungleichheit angef{\"u}hrt: Die Neujustierung des Sozialen unter neoliberalen Vorzeichen seit den 1980er Jahren, der Umbau der bundesrepublikanischen Sozialsysteme und die zugeh{\"o}rigen Arbeitsmarktreformen im neuen Jahrtausend sowie die unterschiedlichen Wellen der Finanzkrise seit 2008/09, all diese Faktoren haben, wie vielerorts betont wird, ihre Spuren in der Sozialstruktur hinterlassen. In der Bundesrepublik ist es allerdings vorallem der Strukturwandel des Arbeitsmarktes, der die Entwicklung sozialer Ungleichheit pr{\"a}gt. Es befinden sich derzeit so viele Personen in Besch{\"a}ftigung wie noch nie in der Geschichte, w{\"a}hrend gleichzeitig die Arbeitslosenquote die niedrigste seit der Wiedervereinigung ist. Nicht mehr der Ausschluss vom, sondern die spezifische Form der Ausbeutung auf dem Arbeitsmarkt wird damit zur entscheidenden Dimension f{\"u}r die Entwicklung sozialer Ungleichheit. Quelle: Verlag}, language = {de} }