@article{Leendertz2012, author = {Leendertz, Ariane}, title = {Schlagwort, Prognostik oder Utopie? Daniel Bell {\"u}ber Wissen und Politik in der „postindustriellen Gesellschaft"}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {9}, number = {1}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1602}, pages = {161 -- 167}, year = {2012}, abstract = {„Unhappy is a society that has run out of words to describe what is going on", schrieb Daniel Bell 1973 in „The Coming of Post-Industrial Society" (S. 294). Bell war diesbez{\"u}glich um Worte nicht verlegen, und hier liegt die historische Relevanz des Buches: Es handelt sich um einen bis heute einflussreichen Versuch, einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel westlicher Industriegesellschaften zu beschreiben und intellektuell zu erfassen, w{\"a}hrend er sich noch vollzog. Bell, der sich schon in seiner Studienzeit als „Spezialist f{\"u}r Generalisierungen" bezeichnet hatte, wagte damit den großen Wurf, ordnete gesellschaftliche Entwicklungen seit dem Zweiten Weltkrieg in weiter Perspektive historisch ein und identifizierte langfristige Trends. Die zuk{\"u}nftige Gesellschaft werde eine postindustrielle sein, und die USA h{\"a}tten diese Schwelle zum Beginn der 1970er-Jahre bereits {\"u}berschritten. Unter den zeitgen{\"o}ssischen gesellschaftstheoretischen Gegenwartsdiagnosen und Zukunftsentw{\"u}rfen nimmt Bells Konzept der postindustriellen Gesellschaft auch deshalb eine Sonderstellung ein, weil es sich umgehend als ein bekanntes, wenn auch verk{\"u}rzendes Schlagwort etablierte.}, language = {de} }